
1. Winamp 2.80 Deutsch erschienen
MPeX.net praesentiert endlich wieder die aktuelle Version von Winamp in
deutscher Sprache. Fast alle wichtigen Eingabe- und Ausgabeplugins sind nun
durch ueberabreitete bzw. neu geschriebenen Versionen von Peter Pawlowski
ersetzt worden. Die Standardausabe ist (bereits seit 2.79) ein
DirectSound-Plugin, welches Optionen zum angenehmen Ueberlenden beim
Springen in Songs oder zwischen zwei Titeln bietet.
Zudem bietet 2.80 in der Standard- und Vollverion Wiedergabeunterstuetzung
fuer das freie Musikformat Ogg Vorbis. Ansonsten gibt es wie immer
Verbesserungen und Bugfixes im Detail - als wichtigster hiervon darf
vielleicht die Korrektur des Hinzufuegens von Dateien per Herueberziehen
aus dem Windows-Explorer genannt sein. Waehrend sich bei dem vor einem
Monat erschienen 2.79 nicht besonders viel getan hatte, lohnt sich bei 2.80
das Update einer bestehenden Version.
Winamp Deutsch steht wie immer in den Pakten Voll, Standard und Lite
kostenlos zum Download bereit. Als einziger Unterschied zwischen Voll- und
Standard-Version hat die Vollversion den Windows Media Codec beiliegend,
der allerdings bei vielen aktuellen Versionen von Windows und in den
Vollversionen vergangener Winampversionen bereits enthalten ist. Die
Lite-Version enthaelt neben der Oberflaeche hingegen nur das Notwendigste:
Den MP3-Dekoder, einen WAVE Dateischreiber und Ausgabe per DirectSound
sowie WaveOut.
Im folgenden hier eine detaillierte Liste der Neuerungen und Aenderungen:
Neu in Winamp 2.80:
* Drag&Drop (Herueberziehen von Datein vom Explorer) korrigiert
bezueglich "Datei oeffnen" Dialog
* Verbesserung bei CDDB Unterstuetzung bei Verarbeitung von nicht
gefundenen CDs
oder nicht installiertem CDDB
* Bugfix beim Benutzeroberflaeche von CDDB
* Neues Startlogo
* Sicherheitskorrektur beim Minibrowser
* Winamp Agent unterstuetzt nun sowohl Winamp 2.x als auch 3.x
* PP's Hacks fuer bessere Unterstuetzung von Unicode Dateinamen
* in_wave's Verwendung von Gleitkommaoperationen korrigert
* Verbesserte Kompatibilitaet mit Windows 9x DirectSound Ausgabe
* waveOut stabiler bei der Wiedergabe
* ein paar in_mod Korrekturen bei einigen Dateiformaten
* OGG Vorbis Unterstuetzung in Standard- und Vollinstallation
Zusaetzlich neu in Winamp 2.78 Deutsch
* basiert auf Winamp 2.80 Build vom 24-Apr-2002 18:18
* alle Aenderungen in 2.80/2.79 uebersetzt
* Tastaturbelegung Z / Y Tausch korrigiert (war fehlerhaft in 2.78)
* CDDB Hinweis: Internetverbindung muss gewaehlt sein, damit
CDDB funktioniert
* Neuer Musepack (mpegPlus) Decoder Plugin Version 0.92l
* OGG Vorbis Plugin Uebersetzung
* CDDB Stringtable-Uebersetzung (Dank an HelH)
* MPeX.net Minibrowserhinweis ueberarbeitet
Infos zum Mpc (Musepack) Format:
1.) Musepack
2.) Qualität
3.) Vor- & Nachteile
4.) Software für Mpc
1.) Musepack
MusePack (*.mpc) ist ein noch relativ unbekanntes, platzsparendes Audio Format, der Arbeitsname war MPEG Plus (*.mp+ oder *.mpp). Andere, bereits weit bekannte Formate, sind MPEG Layer 3 (*.mp3), Windows Media Audio (*.wma), usw. Bei MusePack wurde aber vor allem auf die hörbare Qualität der Files Wert gelegt.
MusePack wurde von Andree Buschmann erfunden. Das Ziel von Musepack ist ganz klar definiert: hohe Qualität. Auch wenn MPC verlustbehaftet ist, hört man, wenn überhaupt, fast keinen Unterschied zur Original Wave Datei. So hat man die Vorteile eines verlustfreien Codecs (hohe Qualität) und die Vorteile eines verlustbehafteten (relativ geringe Dateigröüe) und erreicht mit MPC eine völlige Tranzparenz zum Original.
Wenn man ansatzweise an die Qualität von MPC rankommen möchte, müüte man z.B. Mp3's mit Lames --alt-preset standard oder sogar --alt-preset extreme codieren, was zum einen wesentlich länger dauert und zum anderen immer noch nicht an die herausragende Qualität von MPC heranreicht (auch wenn die Bitrates der Mp3 Datei wesentlich höher seien sollten; was auch wieder Speicherplatz friüt). Aber auch wenn MPC Dateien gröüer sein sollten, dürfte das in der Zeit von hohen Festplattenkapazitäten kein Problem sein.
2.) Qualität
MPC ist komplett VBR-basiert. MPC benutzt zum Encoding immer eine variable Bitrate, CBR und ABR-Modi gibt es nicht. Da beim MPC Format die hohe Qualität im Vordergrund steht, wären diese auch nicht unbedingt angebracht.
Musepack ist ein reiner Subband-Coder, so dass zunächst eher ćhnlichkeiten zu MPEG Layer 1 und 2 (MP1, MP2) als zum derzeit gebräuchlichsten Format MP3 bestehen. Das eigentliche Format - die Bitstromsyntax - ist eine vollkommen eigenständige Entwicklung und beinhaltet effiziente Methoden zur verlustfreien Kompression.
Zusammen mit einer Vielzahl von Erweiterungen und Optimierungen am psychoakustischen Modell (welches für die Klangqualität verantwortlich ist) erreicht das Format eine hervorragende Qualität bei Bitraten von ca. 160-170 kbps. MPC setzt ganz auf VBR-Coding, um eine konstante Qualität bei möglichst geringer Dateigröüe zu erreichen. Wie auch MP2, kann MPC die Qualität bei niedrigeren Bitraten (vergleichbar 128kbps und darunter) prinzipbedingt nicht halten.
MPC benutzt den APEv2 Tagging Standard, der weitaus flexibler ist als das vom MP3 Format benutzte ID3. Es können beliebige Informationen (z.B. Produzent, Ort, Komponist etc.) in den Tag eingefügt werden, die jedoch nicht von jedem Player ausgelesen werden.
3.) Vor- & Nachteile
Die Vorteile von MPC liegen vor allem bei der
Qualität - (ab 160 kbps fast völlige Transparenz)
Lückenlose Wiedergabe - (keine Zwangspause zwischen 2 Liedern)
Schnelles En- & Decoding - (schneller als Mp3)
APEv2 Tags - (flexibler als ID3 Tags)
Die Qualität ist besser bei mittleren und hohen Bitraten als bei anderen (Mp3, Ogg) verlustbehafteten Formaten. Mp3 müüte sich bei mit 320 kbps gegenüber Mpc bei 160 kbps geschlagen geben.
Mix- oder Live-Alben können ohne Pause zwischen den einzelnen Liedern gebrannt werden, was eine Lückenlose Wiedergabe ermöglicht.
En- & Decoding geht schneller als bei anderen verlustbehafteten Formaten, zudem wird die CPU beim Abspielen von Mpc Dateien weniger beansprucht.
Die APEv2 Tags sind wesentlich flexibler und können mehr Informationen speichern als wie der ID3 v1 oder v2 Standard welcher sonst zur Verwendung kommt.
Die Nachteile von MPC liegen vor allem bei der
Patentlage - (Unklarheit über die Patetenteinhaber)
Hardwaredecoder - (wegen der Patentlage)
Niedrigen Bitrate - (schlechte Qualität unterhalb von 128 kbps)
Streamingfähigkeit - (Codec bedingt)
Die Patentlage von Mpc ist weitgehend unklar, da Mpc auf Mp2 und anderen Algorithmen und Technologien aufbaut. Da teilweise umbekannt ist, wer Inhaber dieser Patente ist bleibt abzuwarten bis diese in naher Zukunft auslaufen.
Bedingt durch die Patentlage wird es keine Hardwaredecoder für Mpc geben, das heiüt es wird voraussichtlich noch relativ lange dauern bis potable Player mit Mpc Support auf den Markt kommen.
Niedrige Bitraten unterhalb von 128 kbps sind in Mpc relativ schlecht im Vergleich zu anderen verlustbehafteten Formaten. Bei Mpc wurde vor allem auf die Transparenz zum Original wert gelegt, zudem hängt es mit der Subband Technologie zusammen die Mpc benutzt.
Mpc ist nicht Streamingfähig, was sich in der Stream Version 8 ändern wird. Ob sich die Qualität bei Bitraten unter 128 kbps mit der neuen Stream Version ändern wird, bleibt abzuwarten.
Ach ja hier die Quelle4.) Software für Mpc
Für Mpc gibt es natürlich wesentlich mehr Software als wie den Encoder und EAC. Auf der Seite von Phase (MusePack Source) finden grade Einsteiger ein umfangreiches und gut dokumentiertes Software Bundle.
Zitat:
"Das MusePack Software Bundle, es enthält alle wichtigen MPC Programme (in den jeweils aktuellen bzw. empfohlenen Versionen):
MPC Encoder (mppenc)
MPC Decoder (mppdec)
ReplayGain
Tag (ein sehr gutes Tagging-Utility)
MPCscan (sucht nach defekten MPC Dateien)
MPC Batch Encoder (Frontend für mppenc, mppdec und ReplayGain)
Tag Frontend (wie der Name schon sagt *g*)
Nero Burning ROM Plugin
Winamp 2 Plugin
Winamp 3 Plugin
ReplayGain Plugin für Winamp3
Besonders Einsteiger sollten sich erstmal dieses Bundle herunterladen, ausführliche Dokumentationen liegen bei."
Das Software Bundle liegt momentan in der Version 1.17 auf oben genannter Seite zum Download bereit. Alle Programme sind übersichtlich in einem Installer verpackt, und so besonders für Einsteiger geeignet.